Kunstprojekt Sachsenspiegel
Kunstprojekt Sachsenspiegel

65. Ausgabe, 2. Quartal 2017

Osternienburger Land will IT-Infrastruktur mit der KITU voranbringen

Schritt für Schritt zum digitalen Bürgeramt

„Vielfältig, naturnah und geschichtsbewusst, so lebt es sich bei uns“, sagt Bürgermeister Stefan Hemmerling. Die Einheitsgemeinde Osternienburger Land wurde zum 1. Januar 2010 aus den 14 Mitgliedsgemeinden der früheren Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg im Zuge der Gemeindegebietsreform gebildet. Die insgesamt 25 Orte von B wie Bobbe bis Z wie Zabitz mit knapp 8.900 Einwohnern verteilen sich zwischen Aken (Elbe), Köthen (Anhalt) und Dessau-Roßlau auf einer Fläche von 139 Quadratkilometern. Mit Hilfe der KITU möchte die Kommune ihre Verwaltungsabläufe weiter optimieren und zukunftsorientiert ausrichten.

Bürgermeister Stefan Hemmerling und der EDV-Sachbearbeiter Andreas Schön erhoffen sich von der KITU-Mitgliedschaft Unterstützung mit Know-how, innovativen Ideen und kompetenter Beratung auf dem weiten und sich ständig entwickelnden Feld der Informationstechnologie, um die notwendigen Neuerungen bedarfsgerecht umsetzen zu können. „Außerdem setzen wir auf eine unbürokratische und kostensparende Beschaffung von Hard- und Software, da wir auf die Leistungen innerhalb der KITU per In-House-Vergabe zugreifen können“, erklärt Andreas Schön. Auf dem Weg zur Digitalisierung der Verwaltung möchte die Kommune zuerst die Themen e-Rechnungen und Dokumentenmanagementsystem anpacken. „Wir sind eine sehr ländliche Region, geprägt von kleinen Ortschaften, Landwirtschaft und kleinen Unternehmen. Wenn wir jungen Familien Anreize bieten wollen, sich bei uns anzusiedeln, gehören die flächendeckende Breitbandversorgung und Online-Services für die Bürger dazu.“

Steffen Schmitz, Bürgermeister
Stefan Hemmerling, Bürgermeister

Weitere Argumente für das Wohnen und Leben im Osternienburger Land sind fünf Kindertagesstätten und zwei Schulen in Trägerschaft der Kommune sowie ein vielseitiges Vereinsleben. „In allen Ortsteilen haben wir viele Vereine und Bürger, die sich für das Gemeinwohl engagieren.“

Weit über die Region hinaus bekannt ist der Osternienburger Hockeyclub Schwarz-Weiß e. V., der jeweils mit der 1. Herren- und Damenmannschaft in der Regional- (Feldsaison) bzw. 1. Bundesliga (Hallensaison) vertreten ist. In den Sommermonaten trainieren und spielen die Mannschaften (Damen, Herren, Nachwuchs) auf ihrem Kunstrasenplatz und im Winter in der Hockeyhalle, hier wurden in jüngerer Vergangenheit schon mehrere Nationalteams begrüßt. Auch Vorrundenspiele zur Deutschen Meisterschaft im Nachwuchsbereich wurden hier bereits mehrmals ausgetragen. Ein Schwergewicht unter den Sportvereinen ist die SG 1948 Reppichau. Die Fußballer der 1. Herrenmannschaft spielen seit dieser Saison erstmals in der Landesliga. Von Nachwuchs bis Alte Herren gehören zwölf Mannschaften zur SG 1948 Reppichau. Zahlreiche Traditionen, wie z. B. Osterfeuer und Ringreiten werden in den Ortsteilen gepflegt, meist ausgerichtet von den örtlichen Kultur- und Heimatvereinen.

Der Europaradweg R1 führt mit seiner Haupt- und Alternativroute durch die Ortsteile Großpaschleben, Osternienburg, Elsnigk bzw. Frenz, Zabitz, Drosa, Wulfen, Trebbichau bis in das Eike-von-Repgow Dorf Reppichau. In Drosa und Wulfen trifft man auf Großsteingräber, Zeitzeugen der jungsteinzeitlichen Siedlungsgeschichte. Fährt man weiter den R1 entlang, gelangt man zum Naturschutzgebiet Neolithteich, einem bedeutenden Vogelschutzgewässer, das Brutstätte für eine Vielzahl von Wasser- und Sumpfvogelarten ist. Auf der letzten Etappe des Europaradweges durch die Gemeinde kann man das einzigartige Freilichtmuseum zur deutschen und europäischen Rechtsgeschichte erkunden. In Reppichau werden der Sachsenspiegel als erstes deutsches Rechtsbuch sowie sein Verfasser Eike von Repgow anschaulich durch freistehende Metallplastiken sowie Motive und Zitate an zahlreichen Gebäuden gewürdigt.

„Wir im Osternienburger Land sind stolz auf unsere Geschichte und aktiv in der Gegenwart durch unsere Vereine, die das Brauchtum pflegen, kulturelle Veranstaltungen organisieren, Dorf- und Heimatfeste durchführen sowie vielfältige sportliche Betätigungsmöglichkeiten bieten“, sagt Stefan Hemmerling. Die Gemeinde Osternienburger Land hat sich die KITU als Partner gesucht, um die Verwaltung in den nächsten Jahren schrittweise aus der Gegenwart in die digitale Zukunft zu führen.

Autor: bek

INFO

Osternienburger Land

• Lage: zentral in Sachsen-Anhalt, nördlich der Bachstadt Köthen (Anhalt)
• Fläche: 139 Quadratkilometer
• Einwohner: 8.900