Stephanikirche, Aschersleben

67. Ausgabe, 4. Quartal 2017

Sachsen-Anhalts älteste Stadt gehört auch zu den schönsten im Land

Aschersleben

Aschersleben, die älteste Stadt Sachsen-Anhalts, birgt viele architektonische Schätze, historische Parkanlagen, moderne Kunst und besondere Veranstaltungsorte und wandelt sich auch dank Internationaler Bauausstellung und Landesgartenschau 2010 sowie vieler anderer ambitionierter Stadtentwicklungsprojekte zunehmend von einer lange verkannten Schönheit im Regenschatten des Harzes zu einer der schönsten Städte im Land. 753 im Codex Eberhardi des Klosters Fulda erstmals erwähnt, ist Aschersleben längst wieder ein reizvolles Ausflugsziel mit grünen Gärten, bunter Architekturvielfalt und reicher Kulturlandschaft, aber auch ein Bildungsstandort mit modernen Schulen sowie ein bedeutender Wirtschaftsstandort.

Während der DDR-Zeit prägten vor allem der Werkzeug- und Baumaschinenbau, die Verpackungsmittelindustrie, der Rohrleitungsbau, der Bau von Förderanlagen und die Gewürzverarbeitung das Gesicht der Stadt. Die ersten Jahre nach der Wende waren auch in Aschersleben vom Zusammenbruch der großen Betriebe und wachsender Arbeitslosigkeit geprägt. Bald schon wies die Stadt, in der nach 1990 die kommunale Selbstverwaltung wieder eingeführt wurde, ein neues Gewerbegebiet aus, neue Betriebe und Arbeitsplätze entstanden. Getreu ihrem Leitbild konzentriert sich die Kommune vor allem auf die Entwicklung von Wirtschaft, Bildung und Stadtumbau und steigert so ständig die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger. Sichtbar ist der Wandel auch für Besucher und Durchreisende: Von der grauen Stadt, die die meisten nur vom Durchfahren kannten, ist nicht mehr viel geblieben. Die alte Schönheit der Ackerbürgerstadt ist wieder zu sehen und zu spüren.

Michael Schneidewind, Leiter Dezernat I, „Service“
Michael Schneidewind, Leiter Dezernat I, „Service“

Durchflossen von einem sprudelnden Harzfluss, der Eine, wird sie umringt von einer geschlossenen mittelalterlichen Befestigungsanlage, wie sie nur noch wenige Städte in Deutschland aufweisen können. 2,2 Kilometer lang, acht Meter hoch und einen Meter stark standen hier einst 51 Türme, von denen 15 die Zeiten überdauerten, darunter der Johannisturm, der als einziger von einem der früher fünf Stadttore erhalten blieb. Die Umfassung der Altstadt mit dem landschaftlich zum Promenadenring umgestalteten einstigen Wassergraben gehört zu den wertvollsten mittelalterlichen Baudenkmalen Sachsen-Anhalts.

Doch nicht nur Altes wird in Aschersleben bewahrt, sondern mit viel Engagement immer auch an Neuem gearbeitet, damit Sachsen-Anhalts älteste Stadt eine lebenswerte und auch für junge Familien interessante Kommune bleibt.

Eine zunehmende Rolle spielt die Digitalisierung der Verwaltung. Auf  www.aschersleben.de berichtet die Stadtverwaltung regelmäßig über das aktuelle Geschehen in der Kommune, können sich ihre Bewohnerinnen und Bewohner über das Bürgerinfoportal über Termine, Mandatsträger, Fraktionen und andere Gremien sowie deren Tätigkeit informieren. Derzeit arbeitet die Kernverwaltung an der Einführung der elektronischen Akte, um perspektivisch eine elektronische Vorgangsbearbeitung zu etablieren, erklärt Dezernent Michael Schneidewind, und betont, dass vor dem Hintergrund schwindender personeller und begrenzter finanzieller Ressourcen Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung unabdingbar seien. Die Stadt Aschersleben wolle sich den Herausforderungen der Digitalisierung im Verbund mit anderen Kommunen sowie dem Wissens- und Erfahrungsschatz der KITU stellen. „In ihr sehen wir auch einen kompetenten Partner bei so komplexen Themen wie Datenschutz und Informationssicherheit“, hebt er hervor. Aschersleben erhoffe sich von der Mitgliedschaft in der KITU zudem, dass sich im Erfahrungsaustausch mit anderen Genossenschaftsmitgliedern der externe Beratungsbedarf reduzieren lasse und weitere Einsparungen durch einen ausschreibungsfreien Leistungsbezug auf der Grundlage bestehender Rahmenvertragsvereinbarungen möglich werden.

Autor: Gudrun Oelze