Blick auf Sandersdorf und das Sportzentrum

67. Ausgabe, 4. Quartal 2017

Sandersdorf-Brehna

Stadt mit viel Geschichte und moderner Verwaltung

Die Stadt Sandersdorf-Brehna ist gerade erst acht Jahre alt. Doch die Beziehungen der beiden namensgebenden Ortschaften reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als Sandersdorf 1373 erstmals in einer Urkunde des Klosters Brehna erwähnt wurde. Im dortigen ehemaligen Augustiner-Chorfrauenstift verbrachte Katharina von Bora, die spätere Frau Martin Luthers, einige Jugendjahre. Andere Ortschaften der heutigen Bindestrich-Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld können auf Ersterwähnungen bereits im 11. Jahrhundert verweisen.

So stolz man in Sandersdorf-Brehna auf Historie und Geschichten vergangener Zeiten auch ist, die Kommune und ihre Verwaltung schauen vor allem in die Zukunft. „Eine aufstrebende Stadt“ in verkehrsgünstiger Lage zwischen Dessau, Halle und Leipzig, nennt Bürgermeister Andy Grabner seinen Heimatort, zu dem auch die Ortschaften Stadt Brehna, Glebitzsch, Heideloh, Petersroda, Ramsin, Renneritz, Roitzsch und Zscherndorf gehören. An der B183 und nahe der Autobahn A9 Berlin-München gelegen, bietet Sandersdorf-Brehna als überregional bedeutsamer Wirtschafts- und Gewerbestandort vielen der knapp 15.000 Einwohner auch eine berufliche Perspektive, was sich in einer Arbeitslosenquote von unter fünf Prozent widerspiegelt. Als lebens- und liebenswerte Stadt – die sich 2014 bei einem Wettbewerb von Coca-Cola und dem Deutschem Olympischen Sportbund sogar als Deutschlands aktivste Stadt erwies – verfügt Sandersdorf-Brehna zudem über vielfältige Sport- und Freizeitangebote, schöne Wohnanlagen sowie Natur und Ruhe in der Umgebung.

Die Stadtverwaltung versteht sich als modernes Dienstleistungsunternehmen, versichert Bürgermeister Grabner, angestrebt werde vor allem Service und Bürgernähe. Wegen Mängeln an Straßenbeleuchtung, auf Gehwegen oder Spielplätzen sowie Grünanlagen braucht längst kein Einwohner mehr auf Sprechzeiten im Rathaus für seinen Anruf oder gar persönliches Vorsprechen zu achten, sondern kann jederzeit von daheim aus digital „meckern“. Der Bürgermelder auf der Internetseite von Sandersdorf-Brehna macht es möglich, und jedem Hinweis wird binnen kurzer Frist von der zuständigen Fachabteilung im Rathaus nachgegangen.

Zum Jahreswechsel 2018/19 soll jeder Haushalt im Stadtgebiet über einen mindestens 30 MBit-Internet-Anschluss verfügen, hofft Andy Grabner. Der Breitbandausbau sei derzeit im vollen Gang. In den Gewerbegebieten seien jetzt schon zehn GBit verfügbar. Als kinder- und familienfreundliche Kommune, der viel an qualitativ hochwertigen Betreuungs- und Bildungsangeboten für die jüngste Generation liegt, hat Sandersdorf-Brehna bereits vor einigen Jahren seine drei Grundschulen mit Computer-Kabinetten und interaktiven Tafeln ausgestattet.

Andy Grabner
Andy Grabner, Bürgermeister Sandersdorf-Brehna

„Wir hatten schon fast alle Fachanwendungen selbst geschaffen, als die Kommunale IT-UNION aus der Taufe gehoben wurde“,

erinnert sich Andy Grabner. Deren Gründung erschien ihm damals Jahre zu spät, sodass er für die beinahe zeitgleich gegründete Stadt Sandersdorf-Brehna keine Notwendigkeit sah, der neuen Genossenschaft beizutreten. Dass dies nun doch geschah, war eine Entscheidung auf kommunaler Führungsebene. Überzeugt hat u.a. das KITU-Druck- und Kopierkonzept, an dem auch Sandersdorf-Brehna zu partizipieren hofft. „Vom Austausch aller alten Geräte gegen neue nur eines Anbieters mit einheitlicher Laufzeit versprechen wir uns eine Kostenersparnis“, sagt Bürgermeister Grabner. Und weil die Digitalisierung von immer größerer Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger werde, hält er es für durchaus zielführend, im IT-Bereich verstärkt kommunenübergreifend zusammenzuarbeiten. Perspektivisch sinnvoll erscheint ihm auch „ein“ zentraler Server, auf den jede Kommune zugreifen kann.

Autor: Gudrun Oelze