68. Ausgabe, 1. Quartal 2018

10 Dinge, die wohl (weiter) digitalisiert werden

1. Die Sicherheit

Noch verwenden die meisten von uns Schlösser und Schlüssel für die eigenen vier Wände. Doch das wird sich ändern. Schon bald öffnen sich die Türen nur noch mit Codeschlössern, Fingerprints oder Iris-Scanner.

2. Das Autofahren

Das Autofahren wird sich in den kommenden Jahrzehnten stark verändern: Vielleicht werden Computer die Fahrt komplett übernehmen. Schon heute können Fahrzeuge einzelne Schritte übernehmen, etwa das Einparken. Ein Stauassistent übernimmt im stockenden Verkehr das Bremsen, Beschleunigen und Lenken. Fahrerlose Kleinbusse werden bereits auf kurzen Teststrecken erprobt. Bis das Auto den Menschen komplett ersetzt und Lenkrad und Pedale wegfallen, dauert es aber noch.

3. Die Musik

Schallplatten oder Kassetten sind schon heute nur etwas für Nostalgiker. Doch auch die Halbwertzeit von CDs oder iPods ist fast abgelaufen. Musik wird schon bald nur noch aus der Cloud an unsere Ohren dringen.

4. Das Smartphone

Das Mobiltelefon hat sich vom klappbaren Notfall-Utensil zum omnipräsenten Kommunikations-Tausendsassa entwickelt. Und das in nur zehn Jahren. Wie umwälzend wird also erst die nächste Dekade sein? Die Zukunft wird mit Biohacking (also ins Ohr transplantierte Mini-Kopfhörer) und temporären digitalen Tattoos die Haut der User zum Interface umfunktionieren.

5. Die künstliche Intelligenz

Auf neuronalen Netzen basierende Systeme lassen sich schon heute für eine Vielzahl von Problemstellungen einsetzen: von Bilderkennung über Übersetzungen bis hin zur Krebserkennung oder der Entwicklung neuer Werkstoffe oder Medikamente. Sie werden in naher Zukunft Probleme lösen, an denen die Menschheit seit Jahrhunderten scheitert. Und zwar, wenn sich das Problem ausreichend exakt beschreiben lässt, ohne unsere Hilfe. Wir werden diese Lösungen womöglich nicht mehr verstehen, auch wenn sie funktionieren.

6. Die Wahlentscheidung

Noch gehen wir alle vier, fünf Jahre brav ins Wahllokal, um unsere Stimme abzugeben. Wie altmodisch! Schon bald werden Wahlentscheidungen mit dem Smartphone getroffen – sehr viel schneller und preiswerter ist es ohnehin.

7. Die Steuererklärung

Steuerberater und Finanzämter kommunizieren bereits heute nur noch via Internet. Die Ausdrucke sind so was wie ein Service für den Steuerzahler. Nicht mehr lange.

8. Das liebe Geld

Ginge es nach der Europäischen Zentralbank, dann gäbe es schon kein  Bargeld mehr. Doch (noch) ist der Widerstand zu groß. Er wird brechen – und dann gibt es nur noch elektronisches Geld. Der Siegeszug des Bitcoin zeigt, wie es geht.

9. Die Armbanduhr

Apple hat im Vorjahr 18 Millionen Apple Watches verkauft – ein Plus von 54 Prozent. In der Weihnachtszeit hat Apple mehr Uhren abgesetzt als sämtliche Schweizer Uhrmacher zusammen. Auch wenn Edeluhren wie Rolex, Breitling und Patek Philippe gut verdienen, sind die Konkurrenten nicht in der Lage, mit der Entwicklung mitzuhalten. Ihnen fehlen schlicht wichtige Komponenten.

10. Unser Zuhause

Smart Home gehört die Zukunft. Alles wird digital. Die Einstellung von Heizung, Kühlschrank, Licht, der Start der Kaffeemaschine, das Auf und Ab des Rollos usw. usf. Der Kühlschrank funkt dem Supermarkt, wenn er leer wird,der Hunde-Chip öffnet die Tür zum Garten, wenn der Vierbeiner mal raus muss. Ganz zu schweigen von selbstsichernden Alarmanlagen, Überwachungskameras oder dem Babyphone.