68. Ausgabe, 1. Quartal 2018

10 Dinge, die bereits digitalisiert sind

Die Digitalisierung unseres Alltags ist nicht mehr aufzuhalten. „Alles, was man digitalisieren kann, wird man digitalisieren“, sagen Experten. Wir haben einmal 10 Dinge zusammengestellt, auf die das schon zutrifft und schauen mit weiteren 10 Dingen in die Glaskugel.

1. Das Fernsehen

Schwarz-weiß Mattscheibe, zwei Programme und ab Mitternacht kommt das Testbild. Lange vorbei. Die ersten Farbfernsehgeräte wurden 1967 auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentiert. Heute gibt es nur noch Flatscreens und Smart-TV. Der Bildschirm ist Kommunikations-Monitor.

2. Die Kinderspielwelt

Kann sich überhaupt noch jemand an die kleinen, hungrigen Männchen erinnern, die sich ratternd über den Bildschirm bewegten? 1980 kam das japanische Videospiel Pac-Man auf den Markt und begeisterte Millionen. Alles Kinderkram. Heute jagt der Nachwuchs kleine Pokémon-Monster mit dem Smartphone. Dank Augmented Reality.

3. Die Roboterwelt

Man erinnert sich an die ersten Spielzimmer-Roboter mit Fernbedienung an Strippe. Die stolperten jeden Nachmittag durch die Kinderzimmer, bis die Batterien nichts mehr drin hatten. Heute mähen Roboter unseren Rasen oder saugen die Wohnung.

4. Das Kino-Erlebnis

Obwohl die 3D-Technik in der Filmgeschichte lange bekannt ist, gab es den Durchbruch der dreidimensionalen Bilder in Digitalqualität erst mit „Avatar“. Nächster Quantensprung sind die 3D-Brillen, die dem Betrachter vorgaukeln, Teil des Geschehens zu sein.

5. Das Einmaleins

Mit Rechenschieber wurden bis Ende der 1960er Jahre komplizierteste Berechnungen durchgeführt. Die Einführung des elektronischen Taschenrechners 1969 sorgte dafür, dass er unnütz wurde. Heute braucht es nicht mal mehr den Taschenrechner, denn in jedem Smartphone gibt’s auch einen Rechner.

6. Das Telefonieren

Von Alexander Graham Bell bis Steve Jobs. Hat der eine mit seinem Telefon mit Wählscheibe für Furore gesorgt, hat der andere das Telefon neu erfunden. Die Einführung des Tastentelefons Anfang der 1980er Jahre war ein Meilenstein. 2018 ist mit der analogen Telefonie nun ganz und gar Schluss.

7. Die Orientierung

Wie haben wir es geliebt, wenn Vater sich mit Muttern zoffte, weil sie die Straßenkarte nicht lesen konnte. Seit Anfang der Neunziger die ersten Navigationsgeräte auf den Markt kamen, reisen Beifahrer entspannter. Nächster Trend sind Head-up-Displays (HUD). Dabei werden die Informationen auf die Frontscheibe projiziert und stehen so stets im korrekten Winkel für den Fahrer.

8. Das Lesen

Bücher sind nach wie vor beliebt. Doch seit 1988 haben sie das E-Book als Mitbewerber. Das hat einerseits mit dem enormen Speicher der Top-Reader als auch mit den Lockangeboten des Handels zu tun: Viele elektronische Bücher gibt’s sogar kostenlos.

9. Das Schreiben

Die Schreibmaschine wurde 1981 abgelöst. Der PC begann als Assistent für Textverarbeitung seine Karriere. Erstes Speichermedium war die Diskette. 1991 folgte das Internet. Heute schreiben, rechnen, malen und spielen wir mit dem PC und speichern die Dokumente in der Cloud.

10. Die Handschrift

Früher schrieben wir mit der Hand. Liebesbriefe, Postkarten, Karteikarten ... Mit der Erfindung der E-Mail 1971 veränderte sich unser Kommunikationsverhalten von Grund auf. SMS, Messenger und Whats App – Nachrichten werden immer kürzer. Noch kürzer geht’s mit Symbolen, Emoji genannt. Nicht sehr romantisch, aber praktisch.