Auf ein Wort, Bennet Wiegert

Moderne Kommunikationsmittel gehören heute für die meisten Menschen zum Alltag. Der „Server“ befragt an dieser Stelle Prominente und/oder von berufswegen kommunikative Menschen, welche sie davon wie und wofür benutzen. Heute: Bennet Wiegert (36), seit Dezember 2015 Cheftrainer der Handballer des SC Magdeburg. Er gewann mit dem Team 2016 den DHB-Pokal. Als aktiver Handballer wurde er mit dem SCM 2000 Schülerweltmeister, 2001 Deutscher Meister, 2002 Champions League-Sieger und 2002 und 2003 Vereins-Europameister.

Bennet Wiegert

Welches ist Ihr wichtigstes Trainingsgerät - eher der Laptop bzw. das iPad oder der Ball?
Bennet Wiegert: Da ich kein Spieler mehr bin, ganz klar der Laptop.

Könnte ein Bundesligatrainer ohne die Unterstützung von Computern noch erfolgreich sein?
Bennet Wiegert: Da kann ich nur für mich sprechen und bei mir würde es eher schwierig werden, da sämtlichen Analysen, Auswertungen, Statistiken und Dokumentationen auf meinen Rechner liegen und entstehen. Mit Karteikarte oder Zettelbox käme ich jedenfalls heute nicht mehr klar.

Auf welche drei Webseiten klicken Sie am häufigsten?
Bennet Wiegert: www.handball-world.de, www.ehftv.com, www.dkb-handball-bundesliga.de

Welche drei Apps Ihres Handys nutzen Sie am häufigsten?
Bennet Wiegert: Instagram, XPS Network, WhatsApp.

Windows oder Mac OS?
Bennet Wiegert: Mac OS.

Ist die zunehmende Digitalisierung für Sie eher Fluch oder Segen?
Bennet Wiegert: Für mich Fluch und Segen zugleich! Beruflich ein Segen und privat eher ein Fluch. Beruflich kann ich so immer und überall erreichbar sein und bin immer und überall up to date! Privat ist das eher ein Nachteil, da es nirgends mehr so richtig möglich ist, wirklich abzuschalten.

Raschelt Ihre Tageszeitung beim Lesen?
Bennet Wiegert: Nein, ich ziehe die Seiten mit dem Finger auf dem Display hin und her. Das geht schneller, ist bequemer, schont die Umwelt und spart Platz in der Papiertonne.

Hören Sie Musik vorzugsweise vom CD-Spieler, vom MP3-Player oder streamen Sie bereits?
Bennet Wiegert: Streamen. In Sachen Musik bin ich eigen – ich brauche immer die neuesten Songs und lasse mir auch gern mal eine Playlist erstellen, um mich überraschen zu lassen. Klar, ich habe eine Flat, damit sich die CDs nicht zu Hause stapeln.

Fotoapparat oder Handyfotos?
Bennet Wiegert: Handyfotos – die iPhones machen ja heute bessere Aufnahmen als vor 10 Jahren gute Spiegelreflexkameras.

Ihr letztes Fotomotiv?
Bennet Wiegert: Meine Töchter beim Turnwettkampf des SC Magdeburg in der GETEC-Arena.

Shoppen Sie lieber im Netz oder ins (Einkaufs)Netz?
Bennet Wiegert: Im Grunde bin ich ein typischer Mann, der nur ungern shoppen geht. Außerdem habe ich auch wenig Zeit dafür. Was ich so im Alltag brauche, besorge ich mir bequem im Netz – da haben alle Shops rund um die Uhr geöffnet. Aber so zwei-, dreimal im Jahr gehe ich auch mit meiner Frau los. Meistens im Urlaub oder in der spielfreien Zeit, wenn wir Zeit für solche Dinge haben.

Nehmen Sie die Dienste von Damen wie Siri oder Alice in Anspruch?
Bennet Wiegert: Nein, die sind mir irgendwie fremd. Ich kann schon noch selbst googeln oder die Musik starten. Ich will auch nicht verhehlen, dass es für mich eine ziemlich grausige Vorstellung ist, dass die Herren hinter Siri oder Alice dann auch schnell meine Gewohnheiten und Vorlieben bis ins Detail kennen würden.

Finden Sie die Vorstellung, dass das „Internet der Dinge“ Ihren Kühlschrank füllt, Jedermann jederzeit Ihren Standort verrät, Ihre Spieler an die Trainingszeiten und Ihre Kinder an die Schularbeiten erinnert, beängstigend oder bequem?
Bennet Wiegert: Eher modern. Das wird in Zukunft normal sein, zumindest erwarte ich das bei der heutigen Entwicklung.