57. Ausgabe, 2. Quartal 2015

Auf ein Wort, Sven Schulze - Abgeordneter im Europaparlament

Moderne Kommunikationsmittel gehören heute für die meisten Menschen zum Alltag. Der „SERVER“ befragt an dieser Stelle Prominente und/oder von berufswegen kommunikative Menschen, welche sie davon wofür benutzen. Heute: Sven Schulze, Abgeordneter im Europaparlament. Der stolze Sachsen-Anhalter wurde am 31. Juli 1979 in Quedlinburg im Harz geboren. Bis 2014 war der Diplom-Ingenieur in einem Maschinenbau-Unternehmen tätig, ehe er ins EU-Parlament nach Brüssel gewählt wurde. Dort sitzt er in den Ausschüssen Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL), Regionale Entwicklung (REGI) und Petitionen (PETI). Außerdem ist er Mitglied im Landesvorstand der CDU Sachsen-Anhalt und Vorsitzender des CDU-Landesfachausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten. Bekannt geworden ist Sven Schulze als langjähriger Landesvorsitzender der Jungen Union (2006-2014).

Sven Schulze, Abgeordneter im Europaparlament
Sven Schulze, Abgeordneter im Europaparlament

Welche Funktionen Ihres Handys nutzen Sie regelmäßig?

Besonders häufig nutze ich es als Telefon, zum Abrufen und Verfassen von E-Mails, SMS und WhatsApp-Nachrichten und als Terminkalender. Über Facebook und Twitter poste ich hin und wieder mal einen Beitrag für Freunde, Bekannte und all diejenigen, die sich für meine Arbeit als Politiker interessieren.

Wie oft klingelt in der Regel Ihr Handy am Tag?

So um die 20 Mal. Im Parlament wird allerdings mehr durch E-Mail-Verkehr geregelt. Anrufe während der Ausschusssitzungen und der Meetings sind dort auch eher störend. Wenn ich Termine im Wahlkreis wahrnehme, erfordert dies schon deutlich mehr Absprachen und insofern auch mehr Telefonate. Die Kanzlerin dürfte hingegen gerne häufiger anrufen! [Lacht]

Ist Ihre Nummer geheim?

Sie steht nicht auf www.schulze-europa.de oder in meinem Briefkopf, aber geheim ist sie nicht.

Was würde Ihnen ohne Handy fehlen?

Vermutlich würde ich es mehr vermissen als mein Portemonnaie. Schließlich dient es mir zum Beispiel als Terminkalender, Notizbuch, Kontakt zu meinen Mitarbeitern im Büro und als Zeitung.

Wie nutzen Sie Ihren privaten Computer?

Als Europaabgeordneter hat man nie wirklich Feierabend. Daher nutze ich auch meinen privaten Computer, um mich über die aktuellen Geschehnisse zu informieren. Seit einiger Zeit gibt es die sehr praktische Möglichkeit, sich die Sitzungen des Landtages von Sachsen-Anhalt anzusehen. Eine Funktion, die ich sehr gerne nutze. Ansonsten bin ich sehr fußballinteressiert und verfolge die Spielergebnisse, Interviews und Nachrichten zu meiner Lieblingsmannschaft, dem BVB.

Windows oder Mac OS?

Beides. Im Büro Windows. Zuhause habe ich einen Mac.

Reader oder Buch?

Ich mag es, ein Buch in der Hand zu halten und blättern zu können. Ein Buch vermittelt ein anderes Lesegefühl als ein Reader, finde ich. Bei Zeitungen nutze ich allerdings in letzter Zeit mehr und mehr das Tablett.

Brief oder E-Mail?

Etwa 90 Prozent meiner Korrespondenz erledige ich per Mail. Aber Reiner Haseloff bekommt von mir zum Geburtstag immer einen persönlichen Brief.

Welche Internetseite klicken Sie am häufigsten an?

Am häufigsten klicke ich mich durch die Online-Ausgaben der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksstimme. Auf Rang Drei kommt dann schon die Website des EU-Parlaments, wo viele wichtige Dokumente, wie Tagesordnungen, Gesetzesvorschläge oder Analysen zur Verfügung gestellt werden.

Welches Videospiel haben Sie zuletzt gespielt?

Ich denke, es war FIFA 98. Natürlich habe ich als Mannschaft immer den BVB ausgewählt.

Welche DVD haben Sie zuletzt angesehen?

„Monsieur Claude und seine Töchter“. Ein Film, der die „Political Correctness“ auf amüsante Art und Weise aufs Korn nimmt.

Besitzen Sie eine Digitalkamera?

Ja. Die benutze ich sehr häufig. Auch mein bald 3-jähriger Sohn übt sich inzwischen gerne mal als Fotograf. Häufig fehlt es den Bildern allerdings noch ein bisschen an Schärfe. [Lacht]

Ihr letztes Fotomotiv?

Motive vom Brocken.

Waren Sie schon einmal Opfer eines Datenlecks?

Ja, gewissermaßen schon. Kurz vor der Europawahl im vergangenen Jahr war ich plötzlich aus den Suchergebnissen einer bekannten Suchmaschine verschwunden. Es ist schon ein seltsames Gefühl, seine digitale Identität zu verlieren, und hat mich noch etwas vorsichtiger gemacht, als ich es ohnehin schon bin.

Was halten Sie von sozialen Netzwerken?

Für mich als Berufspolitiker sind soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook oder Twitter, sehr praktisch. Sie geben mir die Chance, alle interessierten Bürger über meine Arbeit auf dem Laufenden zu halten und mit ihnen direkt in Kontakt zu treten. Dennoch überlege ich mir immer sehr genau, welche Daten ich im Netz preisgeben möchte.

Wie ordnen Sie Ihre Termine: klassisch auf einem Terminkalender oder mit elektronischer Hilfe (PDA, Handy)?

Der Terminkalender auf meinem Handy ist schon hilfreich und erleichtert mir den Parlamentsalltag sehr. Ein großer Vorteil ist, dass mein Handy mit den Rechnern im Brüsseler Büro synchronisiert wird. So läuft die Zusammenarbeit mit meinem Büro Hand in Hand.