73. Ausgabe, 2. Quartal 2019

Auf ein Wort, Michael Kempchen

Moderne Kommunikationsmittel gehören heute für die meisten Menschen zum Alltag. Der „Server“ befragt an dieser Stelle Prominente und/oder von berufswegen kommunikative Menschen, welche sie davon wie und wofür benutzen. Heute: Michael, Kempchen, seit 1990 Intendant des Magdeburger Puppentheaters.

Das Repertoire des Hauses besticht durch sein abwechslungsreiches Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Intendant Kempchen baut auf ein Konzept, das sich aus vier verschiedenen Pfeilern zusammensetzt: den Inszenierungen, der FigurenSpielSammlung Mitteldeutschland, dem Internationalen Figurentheaterfestival und dem kreativen-ästhetischen Bereich der Theaterpädagogik mit der Jugendkunstschule. Das Puppentheater Magdeburg ist mit bis zu 500 Vorstellungen pro Spielzeit und über 55.000 Besuchern eines der erfolgreichsten seiner Art in Deutschland.

Wie informieren Sie sich täglich über die Welt des Theaters: in der Zeitung, im Radio und Fernsehen oder im Internet?

Michael Kempchen: Ich bin ein sehr haptischer Mensch, von daher lese ich gern die Zeitung in der Hand haltend. Darüber hinaus sind Radio und Fernsehen meine bevorzugten und seriösen Informationsquellen.

 

Auf welchem Wege könnte man mit Ihnen am schnellsten in Kontakt treten? WhatsApp, Telefon, E-Mail, Twitter, Facebook, Instagram, zu Hause klingeln?

Michael Kempchen: Also am schnellsten geht es per Telefon und E-Mail. Bei Facebook schaue ich nicht regelmäßig rein.

 

Auf welche Weise kommunizieren Sie mit den wichtigsten Mitarbeitern Ihres Hauses?

Michael Kempchen: Auch wenn ich es eigentlich bedauere, per Mail – leider wird dadurch unsere Arbeitswelt in ein Tempo gezwungen, dass ich auf Dauer nicht für gesund halte.

 

Auf welche drei Webseiten klicken Sie am häufigsten?

Michael Kempchen: Natürlich Puppentheater-Magdeburg.de, dann Booking.com und ziemlich viele Theaterwebseiten. Wenig bis fast gar nicht Shopping oder Amazon-Seiten.

Wo wäre die Bühnenwelt heute, wenn es keine Digitalisierung der Kommunikationsmittel gegeben hätte?

Michael Kempchen: Die gesamte Bühnenwelt mag ich nicht einzuschätzen, wir wären mit unserer Arbeit (wahrscheinlich) dort, wo wir jetzt auch sind, nur dass die breite überregionale Aufmerksamkeit nicht die wäre, die wir heute als Haus genießen.

 

Welche drei Apps Ihres Handys nutzen Sie am häufigsten?

Michael Kempchen: Häufig? Keine!

 

Windows oder Mac OS?

Michael Kempchen: Windows.

 

Ist die zunehmende Digitalisierung für Sie eher Fluch oder Segen?

Michael Kempchen: Im Rahmen der Kommunikation Segen – darüber hinaus mehr Fluch.

 

Hören Sie Musik vorzugsweise vom CD-Spieler, vom MP3-Player oder streamen Sie bereits?

Michael Kempchen: Ich bin wie vielleicht deutlich wird im privaten Bereich nicht der, der den modernsten technischen Möglichkeiten hinterher jagt – ja, CD, und am liebsten die gute alte Schallplatte. Der Klang von Vinyl ist heute etwas ganz Besonderes.

Fotoapparat oder Handyfotos?

Michael Kempchen: Der Bequemlichkeit halber – Handy.

 

Ihr letztes Fotomotiv?

Michael Kempchen: Muss ich nachsehen ... Ah hier, eine Fotodokumentation der Wandschäden im Puppentheater nach Bauarbeiten vor der Tür.

 

Schreiben Sie aus dem Urlaub Postkarten oder WhatsApp-Nachrichten?

Michael Kempchen: Lieber Postkarten.

 

Shoppen Sie lieber im Netz oder ins (Einkaufs)Netz?

Michael Kempchen: Ich muss alles anfassen können, bevor ich kaufe. Außerdem will ich unseren Innenstadthandel unterstützen, denn was wäre eine Innenstadt ohne eine Auswahl an Geschäften? Ein Fluch der Digitalisierung!

 

Verlassen Sie sich auf  Damen wie Siri oder Alexa?

Michael Kempchen: Nein, ich verlasse mich auf mich.