69. Ausgabe, 2. Quartal 2018

Auf ein Wort, Prof. Michael Schenk

Moderne Kommunikationsmittel gehören heute für die meisten Menschen zum Alltag. Der „Server“ befragt an dieser Stelle Prominente und/oder von Berufs wegen kommunikative Menschen, welche sie davon wie und wofür benutzen. Heute: Prof. Michael Schenk, seit 1994 Leiter des Fraunhofer Institutes für Fabrikbetrieb und -automatisierung. Im gleichen Jahr wurde er zum Professor für Fabrikplanung und Logistik am Institut für Arbeitswissenschaft, Fabrikautomatisierung und Fabrikbetrieb der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Der 65-Jährige wurde in Roßlau geboren.

Prof. Michael Schenk
Prof. Michael Schenk

Wie intensiv nutzen Sie für Ihre Arbeit moderne Kommunikationsmittel?
Ich nutze sie täglich.

Welche Geräte nutzen Sie regelmäßig und bevorzugt? (PC, Smartphone, Tablet, Smart-TV etc.)
Da ich sehr viel unterwegs bin, nutze ich am häufigsten mein Smartphone und das Tablet.

Auf welche drei Webseiten klicken Sie am häufigsten?
Ich lese viel Wirtschaftspolitisches, und da vor allem das Handelsblatt, die VDI-Nachrichten, aber auch den Spiegel.

Welche App Ihres Handys nutzen Sie am häufigsten?
Die für die E-Mails.

Windows oder Mac OS?
Windows

Ist die zunehmende Digitalisierung für Sie eher ein Fluch oder ein Segen?
Weder noch. Sie ist das Ergebnis des technischen Fortschritts. Einerseits ist sie eine große Herausforderung, anderseits bringt sie enorm viele Vorteile mit sich. Zum Beispiel ist man so miteinander vernetzt und kann ortsunabhängig arbeiten.
Finden Sie die Vorstellung, dass das „Internet der Dinge“ Ihren Kühlschrank füllt, Waschpulver bestellt, Jedermann jederzeit Ihren Standort verrät, Ihre Enkel an die Schularbeiten erinnert oder Ihrer Frau den Kaffee kocht beängstigend oder eher bequem?
Mein Kühlschrank hat zum Glück noch kein Internet. Aber im Ernst: Es kommt darauf an, wieviel Raum wir der Technik in unserem Leben geben. Datenschutz ist dabei sicher eines der wichtigsten Kriterien. Besonders im öffentlichen Bereich und in der Wirtschaft. Im Privaten muss jeder Mensch für sich entscheiden, wie sehr er sich der Digitalisierung hingibt und welche Daten er herausgibt. Auf persönlicher Ebene bin ich da relativ zurückhaltend.

Raschelt Ihre Tageszeitung beim Lesen noch?
Ja. Bei mir raschelt es noch sehr viel. Wie viele andere auch mag ich beim Lesen noch immer die Haptik einer Zeitung oder von Büchern, wenn man sie in den Händen hält und umblättert. Das ist schon noch etwas direkter, unmittelbarer als ein Bildschirmtext.

Hören Sie Musik vorzugsweise auf einem CD-Spieler, Plattenspieler, MP3-Player oder streamen Sie bereits?
Wir haben zuhause viel Musik auf CD, als Schallplatte oder auch als MP3. Wir streamen daher so gut wie gar nicht.

Fotoapparat oder Handyfotos?
Fotoapparat

Ihr letztes Fotomotiv?
Ich fotografiere meistens die Familie und Freunde.

Sind Sie beim Filmerlebnis eher der Typ Kino, DVD-Abend oder Netflix?
Am ehesten ist es ein gemütlicher Abend mit einer DVD.

Welchen Film haben Sie zuletzt mit der Familie angeschaut?
Pappa ante Portas. Ich bin jetzt 65 und der Ruhestand naht. Da muss man alle Betroffenen rechtzeitig für das, was dann vielleicht kommt, sensibilisieren.

Welches Videospiel haben Sie zuletzt gespielt?
Da kenne ich nichts. Ich bevorzuge Doppelkopf in guter Gesellschaft.

Twittern und/oder posten Sie?
Das Fraunhofer IFF hat unter anderem einen Twitter-Account, auf dem das Institut viel kommuniziert. Außerhalb dieser beruflichen Sphäre bevorzuge ich lieber das private Wort und den direkten Kontakt.

Autor: juj