v.l. Dennis Vogt, Peter Nehl, Jonas Gelhoff und Jan-Philipp Schäckel

73. Ausgabe, 2. Quartal 2019

Neben Technikbegeisterung auch Sozialkompetenz beim eigenen Berufsnachwuchs gefragt

Die KID als kommunaler IT-Dienstleister legt großen Wert auf Kontinuität und Langfristigkeit – sowohl hinsichtlich der Beziehungen mit Kunden und Gesellschaftern als auch mit unseren Mitarbeitern. Das versichert Peter Nehl, im Unternehmen nicht nur Bereichsleiter Technik, sondern auch verantwortlich für die Koordination der fachlichen Ausbildung des eigenen Berufsnachwuchses. Denn selbst auszubilden hilft uns am besten, meint Peter Nehl, der über jahrelange Erfahrungen in einer IHK-Prüfungskommission verfügt.

Bei der KID Magdeburg können technikbegeisterte junge Leute ihren persönlichen Karriereweg in den IHK-Ausbildungsberufen  Fachinformatiker/-in Systemintegration sowie IT-Systemkaufmann/-frau starten. Auch wenn bei einem IT-Dienstleister natürlich die Informationstechnik mit ihren vielen Facetten im Mittelpunkt der Ausbildung steht – das Klischee-Bild vom Computerfreak, der zwar über überdurchschnittliche Kenntnisse im Bereich der Informatik verfügt, jedoch sozial zurückgezogen in seinem Kämmerchen lebt und arbeitet, passt weder zu unseren Auszubildenden noch zu unseren Mitarbeitern. Bei denen sind uns neben der Technikbegeisterung sowie guten bis sehr guten Leistungen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik eine hohe Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Kundenorientierung wichtig, betont Peter Nehl.

In diesem Sommer absolviert der erste Durchgang, der in Eigenregie eine betriebliche Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei der KID durchlief, die Abschlussprüfungen bei der IHK Magdeburg. In den drei Jahren zuvor haben Jan-Philipp Schäckel und Jonas Gelhoff alle Bereiche des Unternehmens durchlaufen und dabei weit mehr als die Räumlichkeiten der  KID an Magdeburgs Altem Markt gesehen. Die beiden Fachinformatiker in Spe mit der Spezialisierung Systemintegration waren mit ihren Ausbildungsbetreuern auch vor Ort bei Kunden, haben gelernt, IT-Systeme nach Kundenanforderungen zu planen und zu konfigurieren, Störungen und Fehler mit Diagnoseprogrammen zu beheben, Systemdokumentationen zu erstellen und auch, die Anwender fachlich wie technisch zu beraten und zu unterstützen. Nach den bereits erfolgten schriftlichen Prüfungen geben die beiden jungen Männer derzeit den Präsentationen ihrer betrieblichen Projektarbeiten den letzten Schliff, mit denen sie dann vor einer IHK-Prüfungskommission unter Beweis stellen wollen, welche  Kenntnisse und Fähigkeiten sie während ihrer Ausbildung für eine künftige Tätigkeit als Fachinformatiker Systemintegration erworben haben. Jede dieser betrieblichen Projektarbeiten hatte einen realen Hintergrund im produktiven IT-Umfeld. So hat Jan-Philipp Schäckel im Team Rechenzentrum den Austausch eines Domänencontroller vorbereitet und praktisch durchgeführt und Jonas Gehlhoff  im Team Infrastruktur für eine Kommune  WLAN für dessen Ratsinformationssystem projektiert, die Hardware ausgesucht, konfiguriert und eingebaut.

Mit Dennis Vogt steigt demnächst der nächste Fachinformatiker Systemintegration ins dritte Ausbildungsjahr bei KID ein. „Wir stellen jedes Jahr je einen Ausbildungsplatz Fachinformatiker/-in sowie IT-System-Kaufmann/-frau zur Verfügung“, berichtet Peter Nehl. Zwar war für den Ausbildungsjahrgang von Herrn Vogt keine geeignete Bewerbung für den kaufmännischen Bereich dabei, doch im Folgejahr konnten die  Plätze in beiden Ausbildungsberufen besetzt werden. So befindet sich derzeit Niclas-Marten Weber bei der KID im ersten Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker Systemintegration und Moritz Tausch erlernt im Unternehmen den Beruf des IT-Systemkaufmanns. Und auch für den Ausbildungsbeginn am 1. August 2019 sind entsprechende Verträge bereits seit langem zwischen KID und den künftigen Azubis unter Dach und Fach.

Gudrun Oelze

Jan-Philipp Schäckel (19 Jahre):

Abitur, das war nichts für mich. Und so habe ich gleich nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung im IT-Bereich gesucht. Denn auch ich beschäftige mich damit seit meiner Kindheit. Das Spielen am Computer machte mich neugierig: Wie funktioniert so ein technisches Gerät, wie wird es hergestellt?

Beworben habe ich mich für beide Richtungen des Fachinformatikers – Systemintegration und Anwendungsentwicklung. Über die Arbeitsagentur bekam ich etliche Ausschreibungen, habe auch selbst recherchiert. Es waren an die 60 Bewerbungen, die ich versandt habe. Etwa 30 kamen zurück. Oft hieß es, ich sei zu jung. Damals war ich ja erst 16.

Vier Unternehmen haben mich aber zum Fachgespräch eingeladen und ich hatte das Glück, zum 1. August 2016 bei der KID mit der Ausbildung beginnen zu können. Magdeburg als Ausbildungsort war für mich interessant – zum einen ist da mehr los als in meinem Heimatort in der Börde, zum anderen konnte ich weiter zu Hause bei den Eltern leben.

Für meine berufliche Zukunft sichte ich derzeit Stellenangebote und will mich deutschlandweit bewerben. Privat interessiere ich mich für Politik und auch für grafisches Zeichnen am Computer, bin da aber noch blutiger Anfänger. Ansonsten habe ich saisonale Hobbys: schwimmen, Fahrrad fahren und laufen in der warmen Jahreszeit, im Winter habe  ich unter anderem Judo, Badminton und Volleyball ausprobiert.

Jonas Gelhoff (25 Jahre):

Nach dem Abitur habe ich hier in Magdeburg mein Hobby zum Beruf gemacht. Seit meiner Kindheit, als ich mit sechs Jahren meinen ersten eigenen kleinen PC bekam, beschäftige ich mich damit, war für Freunde und Verwandte immer ein Anlaufpunkt bei deren Problemen mit Computertechnik. Und so habe ich im Internet nach Ausbildungsangeboten in dieser Richtung gesucht. Die Website der KID hat mich gleich angesprochen, mit den netten Herren in Anzügen – das sah seriös aus.

Zum Vorstellungsgespräch bin ich zwar nicht im Anzug gegangen, aber mit Hemd und guter Hose. Auch wenn mir das Unternehmen bis dahin nicht bekannt war – es fühlte sich nach einer guten Sache an. Beruflich in Richtung IT zu gehen, war für mich die absolut richtige Entscheidung. Nachdem ich bei der KID alle Bereiche kennengelernt habe, ist Infrastruktur mein favorisiertes Team, auch weil man da mit den Kunden vor Ort  zusammenarbeitet. Ich habe das Glück, übernommen zu werden und künftig im Bereich Schul-IT arbeiten zu können.

In meiner Freizeit fotografiere ich gern und habe mit dem Reiten begonnen – Westernreiten.

Dennis Vogt (21 Jahre):

Auch bei uns war es so, dass Verwandte und Freunde zu mir kamen, wenn es Probleme mit PC oder Handy gab, weil ich mich von klein auf dafür interessiert habe. Von einem allgemeinbildenden Gymnasium wechselte ich dann auch auf ein Fachgymnasium, wo es nach der Einführungsphase unter anderem mit Aufbau von Computersystemen, Grundlagen der Informatik und Darstellung einfacher Programmabläufe schon recht intensiv um die wesentlichen Arbeitsweisen und Teilgebiete der Informationstechnik ging.

Nach dem Fachabitur habe ich mich in dieser Richtung dann auch deutschlandweit um eine Ausbildung beworben. Über das Internet bin ich auf die KID gestoßen. Das Unternehmen hat im Unterschied zu vielen anderen schnell und konkret geantwortet. Das Bewerbungsgespräch in Magdeburg verlief positiv und nun bin ich hier bereits am Ende meines zweiten Ausbildungsjahres.

Die meisten Bereiche habe ich schon kennengelernt, bin derzeit im kaufmännischen Bereich. Es fehlt noch das Rechenzentrum. Bisher am besten gefallen hat es mir im Team Infrastruktur, wo mich besonders Schul-IT fasziniert. Die von der KID gebotene Möglichkeit der Gleitzeit kommt mir auch privat entgegen – da kann ich in der Mittagspause auch einmal zum Schwimmtraining in die Elbeschwimmhalle gehen. Ansonsten laufe ich viel, war schon beim Firmenstaffellauf für die KID dabei. Als Mitglied in einem Triathlon-Verein peile ich irgendwann einmal einen Ironman an.