62. Ausgabe, 3. Quartal 2016

Eingespartes Geld kann sinnvoll in neue Lehr- und Lernmittel gesteckt werden

Alle Drucker und Computer im Berufsschulgebäude sind miteinander vernetzt

„Wir freuen uns über die Summe“, sagt Robert Schliefke, Teamleiter für Schulträgeraufgaben, Schulen und sonstige Einrichtungen der Landeshauptstadt Magdeburg. Mit der Umsetzung des Druck- und Kopierkonzeptes an den Schulen der Stadt wird kräftig Geld gespart, vor allem an den Berufsbildenden Schulen, deren technische Ausstattung aufgabengemäß umfangreicher ist als an einer Grundschule. An der Berufsbildenden Schule IV „Dr. Otto Schlein“ für Gesundheits-, Sozial- und Laborberufe in Westerhüsen konnte nach gründlicher Bedarfsanalyse durch den KID-Projektpartner Toshiba Tec Germany Imagine Systems GmbH der Gerätebestand mit 56 Geräten von acht Herstellern und 23 unterschiedlichen Modellen optimiert werden. Während der Sommerferien wurde die BBS IV mit 20 neuen Systemen ausgestattet.

Rainer Krause
Rainer Krause, Vertriebsmitarbeiter von Toshiba Tec, zeigt ein zentrales Gerät, das alles kann: drucken, kopieren, scannen, faxen, Dokumente per E-Mail verschicken und in Ordnern speichern. Die Funktionen werden auf dem Touchscreen übersichtlich angezeigt

Unter den modernen Neuanschaffungen sind zwei zentrale Alleskönner mit großen Touchscreens. „Die Schule kann das übersichtliche Display farblich oder mit eigenem Logo selbst gestalten“, erklärt Rainer Krause, Vertriebsmitarbeiter von Toshiba Tec.

„Die Geräte sind mit den PCs im gesamten Gebäude vernetzt, mit dem Internet verbunden und kommunizieren mit dem Nutzer.“

Gescannte Dateien können vom eingeloggten Mitarbeiter direkt per Mail versendet, in Ordner auf dem PC einsortiert, auf einem USB-Stick gespeichert oder per Fax verschickt werden.

Öffentliche Dokumente wie bestimmte Formulare sind hinterlegt und können per Bildschirm-Berührung direkt am Gerät für den Druck ausgewählt werden. „Zur Verwaltung der Systeme kann eine Flottenmanagementsoftware eingesetzt werden, die Zählerstände und Füllstände der Toner automatisch meldet“, sagt Krause. Die neue Toner-Lieferung kommt prompt. Aber auch über die Hotline geht es fix. „Kommt der Anruf bis 12 Uhr, ist der Toner am nächsten Tag da“, sagt Krause. Für die Entsorgung alter Kartuschen stehen rote Kisten bereit, die vom Service abgeholt werden.

Nachdem der Gerätebestand aufgenommen, die Verbräuche und Bedarfe ermittelt sind, wird gemeinsam mit dem Kunden ein schlüssiges Konzept entwickelt. „Wir gehen nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg, die Schulen werden beteiligt“, versichert Robert Schliefke. Die Lagerhaltung von Tonern und Kartuschen für eine breite Gerätepalette unterschiedlicher Hersteller und Typen gehört der Vergangenheit an. Oft konnten die alten Toner-Vorräte nicht mehr genutzt werden, wenn kaputte Geräte ersetzt wurden. Auch waren die verschiedenen Systeme untereinander nicht kompatibel und nicht miteinander vernetzbar. Neben den Vorteilen, die mit einer Technik auf neuestem Stand, einheitlicher Gerätelandschaft und einem umfassenden Servicevertrag verbunden sind, ist die finanzielle Ersparnis das wesentliche Argument. Die Schulen werden von konsumtiven und investiven Ausgaben entlastet. Im Falle der BBS IV werden rund 2.000 Euro jährlich eingespart. Schliefke findet es wichtig,

„dass das Geld nun sinnvoll in die Erneuerung von Lehr- und Lernmittel gesteckt werden kann.“

Auch mehrere Grundschulen und Gymnasien haben inzwischen eine Grundausstattung an neuen Geräten zum Drucken, Kopieren und Scannen bekommen. Voraussichtlich Ende 2017 sollen alle 64 Schulen der Landeshauptstadt Magdeburg mit der neuen Technik ausgestattet sein.

Autor und Foto: bek