Rathaus, Gemeinde Sülzetal
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60. Ausgabe, I. Quartal 2016

Auf dem Weg der Digitalisierung wird jeder mitgenommen

Leistungsfähige IT unterstützt das KITU-Mitglied Sülzetal bei der Gemeindeentwicklung

„Unsere Dörfer dürfen keine Schlafstätten werden“, sagt Jörg Methner, seit zwei Jahren Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal im Landkreis Börde. Trotz klammer Kassen Kultur und Vereinsleben, Kinderbetreuungs- und Bildungsangebote zu erhalten, ist die große Herausforderung heute und in den kommenden Jahren. Eine effiziente IT unterstützt Ratsmitglieder und Verwaltung dabei, ihre Gemeinde entsprechend zu entwickeln.

 

Jörg Methner

Seit Anfang 2013 ist die Gemeinde Sülzetal Genossenschaftsmitglied der Kommunalen IT-Union eG. „In der KITU haben wir Zugriff auf effektive und effiziente IT-Dienstleistungen“, unterstreicht Methner, „und wir können in der Gemeinschaft mit Kommunen und Dienstleistern Synergieeffekte nutzen, das spart Haushaltsmittel.“ Eine moderne, leistungsfähige IT sei unabdingbar, um den steigenden Anforderungen und Erwartungen von Bürgern und Unternehmen an die Aufgabenerfüllung der Kommune, ihre Informationspolitik und Transparenz gerecht zu werden, weiß der Bürgermeister. Deshalb war es zunächst auch notwendig, im Internet ein neues Gesicht zu zeigen. In Zusammenarbeit mit der KITU wurde die Internetpräsentation völlig neu aufgebaut, gestaltet und neu mit Inhalten gefüllt.

Im Sommer vergangenen Jahres fasste der Gemeinderat den Beschluss, das Ratsinformationssystem „Session“ einzuführen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Rats- und Bürgerinformationen werden ohne Zeitverlust in den Internetauftritt der Gemeinde integriert. Alle Vorlagen und Beschlüsse sind online recherchierbar, der Sitzungskalender kann eingesehen, auf Einladungen und aktuelle Sitzungsunterlagen kann jederzeit zugegriffen werden. Informationen über die Arbeit der Gremien und Verwaltung sind online sofort verfügbar.
„Selbst ältere Ratsmitglieder, die bisher weder Smartphone noch PC benutzten und Bedenken hatten, ob sie mit der Technik, dem Programm und seinen Funktionen zurechtkommen, möchten ihr Tablet jetzt nicht mehr missen“, sagt Jörg Methner. Dank der Schulungen und Betreuung durch den kommunalen IT-Dienstleister KID Magdeburg wurde und wird jeder auf dem Weg der Digitalisierung mitgenommen.

Die Mitarbeiterinnen in der Verwaltung seien nun vom vielen Drucken, Kopieren, Sortieren und Papierstapel-Schleppen entlastet und könnten sich in dieser Zeit wichtigeren Aufgaben zuwenden, betont der Bürgermeister. Es sei angedacht, künftig auch jene Ortsbürgermeister, die keine Ratsmitglieder sind, mit Tablets auszustatten und zu vernetzen.

Aufgrund der Erfahrungen vergleichbarer Kommunen geht Jörg Methner davon aus, dass der Umstieg auf die ausschließlich digitale Gremienarbeit die Gemeindekasse erheblich entlasten wird und dass sich die Anschaffungskosten schnell bezahlt machen. 60 Prozent Ersparnis seien drin,  so die Erwartung der Verwaltung.

Autor: bek