82/83. Ausgabe, 4. Quartal 2021

Es geht ums Miteinander

Vorgestellt: KITU-Mitglied KVSA

Der Kommunale Versorgungsverband Sachsen-Anhalt (KVSA) gehört zu den neuen Mitgliedern der Kommunalen IT-Union (KITU). Er ist Körperschaft des öffentlichen Rechts und Ansprechpartner für den kommunalen öffentlichen Dienst im Land. Zu den derzeit 155 Mitgliedern gehören, neben den Städten und Gemeinden, auch Zweckverbände und eingetragene Vereine.

André Wähnelt, Geschäftsführer

Seinen Sitz hat der KVSA in Magdeburgs Carl-Miller-Straße, unweit der Kreuzung zur Sternstraße. Das moderne Gebäude schmiegt sich ins Grün der angrenzenden Bäume. Der Eingang erfolgt über einen Hof. In der obersten Etage hat André Wähnelt sein Büro. Es strahlt gleichermaßen Modernität und Wärme aus. An den Wänden große Bilder, abstrakt und doch mit konkreter Verbindung zur Arbeit: „Aufbruch“ heißt das eine hinter dem Schreibtisch, von dem er auf das zweite mit dem Titel „Angekommen“ blickt. Seit März 2020 ist André Wähnelt Geschäftsführer des Versorgungsverbands und damit gleichzeitig auch der Zusatzversorgungskasse Sachsen-Anhalt.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Beamtenangelegenheiten: Berechnung und Zahlung von Versorgungsleistungen (Pensionen), beamtenrechtliche Krankenfürsorge, Unfallfürsorgeleistungen. Hinzu kommen Zusatzversorgungen, betriebliche Alters-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenversorgung, freiwillige Altersvorsorge, Zusatz-Rente usw. Aktive Leistungen und Rücklagen, fasst André Wähnelt zusammen. Schnell geht es dabei um große Summen. Den Überblick zu behalten gehört zu seinen Aufgaben. Einnahmen von 90.000.000 Euro Versorgungsumlage, Auszahlung von 50.000.000 Euro Versorgungsbezügen an die Mitglieder. Bis zum 1. Juli gab es 2.957 Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst, 1.839 beihilfeberechtigte Versorgungsempfänger. 85.000 Euro Unfallruhegehalt wurden bezahlt. Um nur einige Beispiele zu nennen. In der Zusatzversorgungskasse, der tariflichen „Betriebsrente“ für Angestellte, sind derzeit 125.098 Versicherte erfasst. Die Zahlen sprudeln aus ihm heraus.

Geschäftsstelle des KVSA in Magdeburg

Zahlen sind seine Welt, gesteht der 49-Jährige. Eigentlich hat er Lehrer für Mathematik und Informatik werden wollen. Durch Zufall bot sich ihm die Beamtenlaufbahn, verbunden mit einem Studium. Er wurde Diplomverwaltungswirt und Verwaltungs-Betriebswirt. Begonnen bei der Stadt Köthen (Anhalt) arbeitete André Wähnelt vier Jahre beim Landesrechnungshof, leitete das Rechnungsprüfungsamt, war ab 2001 beim Landeswohlfahrtsverband Sachsen und kehrte 2015 zurück in den Saalekreis, wo er Dezernent für Gesundheit und Soziales wurde. Als 2018 die Stelle des KVSA-Geschäftsführers in Magdeburg ausgeschrieben wurde, bewarb er sich. Erfolgreich. Der Beginn im neuen Amt jedoch verlief anders als geplant. „Corona hat meinen Startplan durchkreuzt“, bedauert er. Statt gemeinsamen Miteinander einzelne Gespräche von Büro zu Büro, mit Maske und Abstand. Treffen über den eigenen Standort hinaus waren zeitweise unmöglich. „Videokonferenzen sind das Maß der Dinge geworden“, bedauert er das Fehlen vom direkten Austausch. Doch er sieht gleichsam die Vorteile: „Es hat ein Umdenken eingesetzt. Nicht jede Reise muss wirklich sein. Absprachen lassen sich einfach online erledigen.“ Das spart Zeit und Geld. Wenn die Technik funktioniert.
 
Dafür hat sich der KVSA als KITU-Mitglied den IT-Dienstleister KID ins Boot geholt. Wobei gewisse Einschränkungen gelten. Viele Versorgungsverbände bundesweit arbeiten mit derselben Software. Der KVSA nutzt hierfür die Verfahren aus Münster und die ZVK das der Bayrischen Versicherungskammer. Doch was darüber hinaus geht, regelt der KVSA in Zusammenarbeit mit der KID. „Das ist eine sinnvolle Ergänzung“, betont der Geschäftsführer.

Für andere da zu sein, ist sein Anliegen. Das war es als Sozialdezernent, das ist es heute bei der KVSA. „Unsere Botschaft lautet: Wir sind ein Verband, uns geht es ums Miteinander.“ Nun auch gemeinsam in der KITU.

BiA