2. Ausgabe 2022 | Nr. 85

Groß im Gemeinwesen

KITU-Mitglied vorgestellt: Verbandsgemeinde Seehausen

Im äußersten Norden von Sachsen-Anhalt liegt die Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark) mit fast 10.000 Einwohnern bei einer Fläche von 437 Quadratkilometern. „Wir haben also viel Platz zum Wohlfühlen inmitten naturnaher Landschaften. Unsere fünf Mitgliedsgemeinden bestehen neben der Hansestadt Seehausen (Altmark) aus weiteren rund 50 meist kleinen Ortschaften“, sagt Rüdiger Kloth, hauptamtlicher Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Besonders stolz in seiner Gemeinde ist Kloth auf die natürlichen Reize der Region mit den vielen Wald- und Wiesenflächen. Die Elbe-Aland-Niederung lädt zum Wandern und Radfahren ein und ermöglicht das hautnahe Erleben der Tier- und Pflanzenwelt. Zahlreiche Ferienwohnungen auch entlang des Elberadweges und das Radlerhotel im Waldbad bieten Übernachtungsmöglichkeiten und sind Ausgangspunkte zur Erkundung unserer Region. „In der Hansestadt Seehausen lohnen sich auf jeden Fall eine Besichtigung der Kirche St. Petri und des Uhrenmuseums. In unserem historischen Waldbad findet man im Sommer Entspannung und Abkühlung. Aber auch auf den Dörfern gibt es entlang der Radwege viel zu entdecken. Das Storchendorf Wahrenberg, die Bockwindmühle in Wanzer, die Gedenk- und Begegnungsstätte in Stresow, die romanische Stiftskirche in Beuster und das Blaulichtmuseum in Beuster will ich hier beispielhaft erwähnen“, so Kloth.

Rüdiger Kloth Bürgermeister Verbandsgemeinde Seehausen
Rüdiger Kloth Bürgermeister Verbandsgemeinde Seehausen

Besonders stolz ist Kloth auf die zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen und Vereine seiner Gemeinde. Er sagt: „Auch auf den Zusammenhalt in der Bevölkerung bin ich stolz – hier wird nicht nur gemeckert, sondern angepackt. Für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen mehrere hundert Kameradinnen und Kameraden in 30 Freiwilligen Feuerwehren und in der Wasserwehr.“ Auch mit sozialen Einrichtungen ist Seehausen gut ausgestattet. So gibt es zehn Kitas, zwei Horte an den beiden Grundschulstandorten und eine Gemeinschaftsschule. „Damit haben unsere Eltern und Kinder trotz der großen Fläche unserer Verbandsgemeinde kurze Wege“, nennt er einen großen Vorteil für Familien.

Lutherstadt Witttenberg, Marktplatz
Seehausen

Zum Eintritt in die KITU hat sich die Verbandsgemeinde Seehausen ursprünglich entschieden, als Drucker und Kopierer neu beschafft werden sollten. Da kam der Rahmenvertrag der KITU mit akzeptablen Kosten ohne ein umfangreiches eigenes Vergabeverfahren gerade recht. „Das war der Anfang und wir haben diesen Schritt nicht bereut. Im Laufe der Zeit war die KITU dann immer wieder auch bei anderen Dingen unser Ansprechpartner, auf den wir bauen konnten“, lobt Kloth. So nutzte die Gemeinde den Sachverstand der KITU-Mitarbeitenden bei der Vorbereitung der Beantragung von Mitteln im „Digitalpakt Schule“, bei dem nun die technische Umsetzung ansteht. Kloth fasst zusammen: „Wir fühlen uns gut aufgehoben und die KITU ist ein wesentlicher Partner unserer Kommune. Auch bei der kommenden Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes hoffen wir auf diese Unterstützung.“ Die IT mit ihren immer komplexer werdenden Anwendungen zählt Kloths Ansicht nach zu den größten Herausforderungen der Gemeinden in den kommenden Jahren. Fehler hätten dabei fast immer große Auswirkungen auch für die Bürgerinnen und Bürger und genau das gilt es zu verhindern. „Kleinere Verwaltungen können sich dafür keine hauptamtlichen Administratoren leisten. Deshalb ist ein starker Partner wie die KITU sehr wichtig für uns“, stellt Kloth fest.

Kloth selbst ist schon seit gut 30 Jahren ehrenamtlich kommunalpolitisch tätig. „Darum war die Übernahme von hauptamtlicher Verantwortung als Verbandsgemeindebürgermeister kein absolutes Neuland. Bis heute habe ich diesen Schritt nicht bereut, weil unsere Bürgerinnen und Bürger es wert sind, dass man sich für ihre Belange einsetzt. Genau das war und ist immer noch mein Antrieb. Ich mache diese Arbeit nach wie vor gern, weil ich aus der Bevölkerung hauptsächlich positive Rückmeldungen und damit Anerkennung erfahre“, sagt Rüdiger Kloth über seine Arbeit.

Autor: BiA