3. Ausgabe 2024 | Nr. 94
Internationalität gehört zum Alltag dazu
KITU-Mitglied vorgestellt: Hochschule Anhalt
Die 1991 gegründete Hochschule Anhalt legt traditionell Wert auf eine Kombination von Wissenschaft und Innovation. Mit ihren rund 7.500 Studenten in sieben Fachbereichen und dem Landesstudienkolleg ist sie die größte Einrichtung ihrer Art des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. 2.500 der jungen Leute kommen aus insgesamt 110 Ländern. An den drei Standorten in Bernburg, Dessau und Köthen werden mehr als 70 Bachelor- und Masterstudiengängen angeboten. Fachrichtungen wie Maschinenbau und Ingenieurswesen, Wirtschaft und Landwirtschaft, Design und Architektur gehören dazu.
Ein wichtiges Anliegen der Hochschule ist die Kooperation mit kleinen und mittelständischen Firmen vor allem aus Sachsen-Anhalt. Für beide Seiten entsteht so ein fruchtbarer Prozess und führt zu einer intensiven Verknüpfung von Praxis und Forschung. Praktika in Betrieben sowie die Bearbeitung von Abschlussarbeiten durch die Studierenden sind ein Zeichen dafür. Das hilft dabei, Innovatives schnell in die Praxis umzusetzen. Dafür sprechen beispielsweise auch die etwa 13 Millionen Euro Drittmittel, die allein 2023 von unterschiedlichen Partnern eingeworben wurden. Für das starke Engagement in Forschung und Lehre bekam die Hochschule Anhalt 2021 das eigenständige Promotionsrecht verliehen.
Kurze Studienzeiten ermöglichen den Absolventen einen frühen Berufseinstieg. Ein Bachelor-Studium kann bereits nach sechs oder sieben Semestern und ein Masterstudiengang nach weiteren drei oder vier Semestern abgeschlossen werden. Neue Lehrformen und E-Learning ergänzen die Aus- und Weiterbildung. Durch duale Studiengänge und international ausgerichtete Forschungsvorhaben eröffnen sich den Studierenden Möglichkeiten für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.
2023 gelang der Bildungseinrichtung erstmals der Aufstieg in die Top 200 der nachhaltigsten Hochschulen weltweit. Im internationalen Rankingverfahren „Green Metric“ erreichte sie Platz 195. Insgesamt beteiligten sich daran 1.183 renommierte Universitäten und Hochschulen aus 84 Ländern. Die Bewertung basiert auf den drei Nachhaltigkeitssäulen Umwelt, Wirtschaft und sozialer Wert. Sie bezieht Indikatoren wie Umgebung und Infrastruktur, Energie und Klimawandel, Abfall, Wasser, Transport, Bildung und Forschung ein.
Aber eine Hochschule muss natürlich auch wirtschaftlich denken. „Bei der Beschaffung von IT-Dienstleistungen und IT-Hardware bringt dabei die KITU-Mitgliedschaft klare Vorteile, denn wir können uns bei Bedarf unkompliziert an bestehende Rahmenverträge, die in einem vielfältigen Spektrum existieren, anschließen“, sagt die Verwaltungsleiterin Sabine Thalmann. Das bringe positive Effekte für den Haushalt der Bildungseinrichtung und damit eine Entlastung mit sich. Vergleichsangebote von Mitbewerbern könnten je nach Produktwahl gegebenenfalls wesentlich preisintensiver sein. Dabei bleibt die Hochschule jedoch frei in ihrer Entscheidung, wo sie letztlich „einkauft“. Auf jeden Fall lasse sich auf mitunter aufwändige und langwierige eigene Ausschreibungsverfahren verzichten. Außerdem werde durch das große Volumen des KITU-Portfolios, bedingt durch die Masse der Genossenschaftsmitglieder, oftmals ein optimaler Preis erzielt.
Aktuell profitiert das IT-Service-Center bei der Beschaffung von neuer Technik beziehungsweise von Software von solchen vorteilhaften Konditionen. Beispiel für ein gelungenes Vorhaben, das mit Unterstützung der KITU umgesetzt wurde, ist der Ausbau der digitalen Ausstattung von Hörsälen, Seminar-, Beratungs- und sonstigen Lehrräumen. „Die zweckgebundenen Fördermittel des Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt ermöglichten uns, das Projekt durch einen bereits bestehenden Rahmenvertrag für interaktive Displays sehr schnell umzusetzen und so sehr günstig moderne interaktive Displays zu beschaffen“, erläutert die Verwaltungsleiterin. Diese wurden in kürzester Zeit installiert und der Lehre zur Verfügung gestellt.
Klaus-Peter Voigt


