2. Ausgabe 2024 | Nr. 93

Natur, Schifffahrt und digitale Zukunft

KITU-Mitglied vorgestellt: Stadt Aken

Inmitten des Biosphärenreservats Mittelelbe im Landkreis Anhalt-Bitterfeld liegt die Stadt Aken, ca. acht Kilometer westlich von Dessau-Roßlau, in einer außergewöhnlichen Auenlandschaft. Passend dazu wirbt der Wasser- und Schifffahrtsort mit dem Motto „Außergewöhnlich. Natürlich“. Er lädt ein zu Rad-, Wasser- und Wandertouren ebenso wie zum Flanieren durch die historische Altstadt. „Wer entspanntes, naturverbundenes Reisen sucht, ist bei uns genau richtig“, sagt Bürgermeister Jan-Hendrik Bahn.

Jan-Hendrik Bahn, Bürgermeister Stadt Aken

Die Altstadt ist geprägt durch die mittelalterliche, im Schachbrettmuster angelegte Stadtanlage mit Toren und Türmen, Fachwerk- und Schifferhäusern. Die Hafenanlage wurde in den 1880er Jahren angelegt und bildet noch heute eine wichtige Schnittstelle für den Güterverkehr. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Marienkirche (1188), das Heimatmuseum (gegründet 1926) und der Marktplatz mit seiner einzigartigen Brunnenanlage, die bedeutsame Ereignisse der Ortsgeschichte darstellt. Und natürlich das Rathaus aus den 1490er Jahren, das 1609 erweitert und 1907 erneuert wurde. Ein historisches Rathaus, das auch viel Digitales hat, betont Jan-Hendrik Bahn, der am 4. Juli 2015 seine Amtszeit als Bürgermeister begann und als erste Amtshandlung in seinem Büro einen Computer installieren ließ.
Zuvor in der freien Wirtschaft beschäftigt, gehörte für ihn technische Ausstattung zum Alltag, doch im Bürgermeister-Büro gab es die noch nicht. Vielleicht ist es eine Generationsfrage, kommentiert er, aber für ihn ist digitale Technik unerlässlich, ermöglicht sie doch eine viel schnellere, umfangreichere Kommunikation, eine Prozessbeschleunigung und ein ganz anderes Arbeitsvolumen. „Für mich als Bürgermeister ist wichtig, dass ich mit einer E-Mail sofort alle Mitarbeiter erreiche, wenn ich etwas auf dem Herzen habe, es um Freigaben, Genehmigungen und Arbeitsaufträge geht, ebenso für die Zusammenarbeit von Behörden oder Auftragnehmern. Und ich möchte für die Bürger erreichbar sein, was auch rege genutzt wird.“ Mails erhält er im dreistelligen Bereich, verrät er. Alle abzuarbeiten ist ein Aufwand, für den er sich die Zeit nimmt, „weil es mir wichtig ist.“ Das ist nicht immer einfach, wird durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens aber erleichtert. „Ein großer Vorteil im digitalen Zeitalter.“ Dass es technisch funktioniert, dafür sorgt seit rund zwei Jahren IT-Administrator Mark John. „Die mit IT verbundenen Anforderungen sind so vielfältig, dass es uns auch als kleine Kommune wichtig war, eine eigene IT-Abteilung zu haben“, sagt Jan-Hendrik Bahn, „sowie einen Partner wie die KITU.“

Rathaus mit Marktplatz

Im April 2023 wurde die Stadt Aken Mitglied der IT-Genossenschaft und hat seitdem die IT-Grundausstattung erneuert. Alle Mitarbeiter – 35 in der Stadtverwaltung und rund 100 weitere in den Einrichtungen der Stadt – wurden technisch ausgerüstet. Die Grundschule ist voll modernisiert und bereits in den Kindergärten gibt es Whiteboards. Aktuelles Projekt ist das Computerkabinett der Grundschule, dessen Neuausstattung über die KITU organisiert wird.
Es gehört zu den großen Vorteilen, „dass bei der Anschaffung von Hard- und Software ein Großteil des Zeitaufwands entfällt“, betont Mark John. „Wir müssen nicht mehrere Angebote einholen, sondern können über die KITU für uns ausschreibungsfrei beziehen, was wir benötigen, zu konkurrenzfähigen Preisen.“ Dabei spricht er sogar von einer Einsparung von 30 bis 40 Prozent. „Es ist ein wesentlicher Vorteil, dass wir uns nicht selbst um sämtliche Vergaben kümmern müssen“, fügt Jan-Hendrik Bahn hinzu und freut sich über die Zusammenarbeit mit der KITU: „Da liegt so viel Gutes beieinander. Wir profitieren von den Synergieeffekten und haben einen fachlichen Ansprechpartner, um Themen gedanklich anzureißen und zu reflektieren.“ Er freut sich, einen „starken Partner an der Seite zu haben, um fortschrittlich und modern in die Zukunft zu starten.“

Nikolaikirche

Birgit Ahlert