Blick über die Hansestadt Salzwedel
© Hansestadt Salzwedel

68. Ausgabe, 1. Quartal 2018

Salzwedel – Stadt der Hanse und des Baumkuchens – neues Mitglied der KITU

Nicht salzig, wie der Name vermuten lässt, sondern zuckersüß ist Salzwedels begehrteste kulinarische Delikatesse: der Baumkuchen. Die Stadt im Norden Sachsen-Anhalts wirbt für sich aber mit beidem: als Hansestadt an der einstigen Salzstraße und als Stadt des Baumkuchens. Der wird hier von mehreren Handwerksbetrieben noch traditionell von Hand über offenem Feuer gebacken und ist im Stadtbild des idyllischen Ortes mit seinem gut erhaltenem mittelalterlichem Kern und einer reichen Geschichte vielerorts präsent.

ahrhunderte werden nacherlebbar beim Bummel durch die engen Kopfsteinpflastergassen, entlang bunt herausgeputzter Fachwerk- und prächtiger Bürgerhäuser, vorbei an imposanten Backsteinkirchen und romantisch grünen Winkeln sowie über eine von mehr als 50 Brücken und Stegen, die Salzwedel den Ruf von Klein-Venedig inmitten der Altmark einbrachten. Jahrhundertelang existierte Salzwedel als Doppelstadt in einem spannungsreichen Wechselverhältnis zweier selbständiger Gemeinwesen, jedes mit eigenem Rathaus, eigenem Gericht und eigener Pfarrkirche. Seit 1263 Mitglied der Hanse, gelangten über die Jeetze in einfachen Kähnen von Salzwedel aus Honig, Hopfen und Salz und vor allem Gewebtes zur Elbe und weiter in den norddeutschen Raum bis nach Hamburg und Lübeck. Bis 1518 erlebten Handwerk und Handel ihre Blütezeit, fanden hanseatischer Reichtum und Wohlstand ihren sichtbaren Ausdruck in imposanter Architektur.

Noch heute beeindrucken die im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichteten Pfarrkirchen St. Marien der Alten und St. Katharinen der Neuen Stadt sowie die als Konzert- und Ausstellungshalle genutzte Mönchskirche des ehemaligen Franziskanerklosters und das Altstädter Rathaus, das heutige Amtsgericht, sowie die zur Straße der Romanik gehörende Lorenzkirche.

Für die Zukunft in dieser äußerst dünn besiedelten ländlichen Region wird in schnelles Internet investiert, denn leistungsfähige Anschlüsse an die globale Datenautobahn sind vor allem für hiesige Unternehmen, die zum Teil weltweit agieren, äußerst wichtig. So verliehen Mitarbeiter einer in Salzwedel ansässigen Firma den glänzenden Fassaden des in Sankt Petersburg entstehenden höchsten Gebäudes Russlands, aber auch des neuen Apple-Hauptquartiers in Silicon Valley oder der Hamburger Elbphilharmonie den letzten Schliff, statten andere Unternehmen der altmärkischen Stadt unter anderem Nobelherbergen und Kreuzfahrtschiffe mit Fertigbädern aus, verarbeitet ein weiteres Gummireste zu Lärmschutz-Matten. In alle Welt reichen auch die Kontakte eines Betriebes der Lebensmittelbranche – sowohl für die Beschaffung der Rohwaren als auch für den Absatz gefriergetrockneter „Paradies“-Früchte.

Sabine Blümel, Bürgermeisterin
Sabine Blümel, Bürgermeisterin

Digitalisierung, Datensicherheit, digitale Schule oder Dokumentenmanagement sind Bereiche, in denen auch öffentliche Verwaltungen immer stärker gefordert werden, weiß Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel. Der Entschluss, zum 1. Oktober 2017 der Kommunalen IT-UNION Sachsen-Anhalt beizutreten, reifte bei der Suche nach neuen Softwarelösungen für Finanzverwaltung sowie Gebäude- und Liegenschaftsmanagement.

„Nach ersten Gesprächen mit der KID Magdeburg wurde schnell deutlich, dass das Portfolio der KITU sehr viel umfangreicher ist, als ‚nur‘ Beschaffung von Software-Lösungen für Kommunalverwaltungen“, 

berichtet Sabine Blümel. „Insofern zeigte auch die hausinterne EDV-Abteilung der Hansestadt Salzwedel ein gesteigertes Interesse daran, vom Angebot der KITU zu profitieren. Deren Nutzung führt unserer Einschätzung nach zu einer personellen und letztlich finanziellen Ressourcenreduzierung innerhalb der Verwaltung. Für den Stadtrat und mich als Bürgermeisterin der Hansestadt war der Beitritt zur starken kommunalen Gemeinschaft KITU daher ein ganz logischer Schritt.“

Autor: Gudrun Oelze

Stadt Salzwedel

In Salzwedel, bereits seit gut 200 Jahren eine Kreisstadt, lebt heute mehr als jeder Vierte (fast 25.000) der insgesamt 87.113 Bewohner des Altmarkkreises, der mit knapp 2.300 Quadratmeter Fläche etwa so groß wie das Saarland ist.