4. Ausgabe 2023 | Nr. 91

„Wir schätzen die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der KITU“

Umsetzung des DigitalPakts Schule im Landkreis Wittenberg

In den Endspurt geht die Umsetzung des DigitalPakts Schule im Landkreis Wittenberg. Begonnen 2019 werden bis Ende 2024 inklusive Eigenmittel 4,5 Mio. Euro investiert, um die Infrastruktur an den Förderschulen, Sekundarschulen, Gymnasien und der Berufsschule im Landkreis Wittenberg auf den neuesten digitalen Stand zu bringen.

Christian Tylsch, Landrat Landkreis Wittenberg

Fast alle der 21 Schulen in Trägerschaft des Landkreises wurden bereits „umgerüstet“, rund 3.500 Geräte sind im Einsatz, ist von Jörg Sturm, Fachdienstleiter IT/Organisation im Landkreis Wittenberg, zu erfahren. Dazu gehören rund 500 Tablets, 1.650 Notebooks und 1.350 PCs. Für die Klassenzimmer wurden 250 digitale Tafeln angeschafft. Dabei  konnte der Landkreis, der seit 2018 Mitglied der KITU ist, auf die Erfahrungen und Kontakte der IT-Genossenschaft zurückgreifen.  

Die Voraussetzungen an den Schulen waren sehr verschieden. In einigen gab es bereits Datenanschlüsse wie in der Förderschule Pestalozzi, die bis 2020 saniert und damit auch technisch vernetzt wurde. In anderen wie dem Berufsschulzentrum Wittenberg gab es zwar ein Datennetzwerk, das jedoch war bereits in die Jahre gekommen und konnte zum Teil nicht mehr genutzt werden. In anderen Schulen musste fast bei Null begonnen werden – mit der Verlegung von Kabeln, dem Ausbau eines WLAN-Netzes und der Schaffung von Anschlüssen in den einzelnen Räumen, inklusive Steckdosen. Denn bevor die Klassenräume digital ausgestattet und genutzt werden können, müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Aktuelles Projekt ist die Hundertwasserschule, in der das Luther/Melanchton-Gymnasium untergebracht ist. Hier haben im Frühjahr umfangreiche Umbauarbeiten begonnen. Im Zuge der digitalen Ausstattung werden gleichzeitig Modernisierungsarbeiten vorgenommen. Da Kabel durch Böden und Wände gezogen werden müssen, erfolgt beispielsweise gleich der Austausch der Fußböden. Die Arbeiten werden bei laufendem Schulbetrieb vorgenommen. Das geschieht in mehreren Bauabschnitten, damit in den anderen Bereichen unterrichtet werden kann. Die Baumaßnahmen inklusive Sanierung sollen Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Dann wird auch an diesem Gymnasium komplett digital unterrichtet werden können.

Bei der Umsetzung des DigitalPakts Schule nutzt der Landkreis die Möglichkeiten der KITU. So wurden zahlreiche Geräte über die Genossenschaft beschafft. Außerdem wird „im Rahmen des DigitalPakts Schule das Druck- und Kopierkonzept sowie der Rahmenvertrag für interaktive Displays genutzt“, ergänzt Landrat Christian Tylsch und betont: „Wir schätzen die unkomplizierte und direkte Zusammenarbeit mit der KITU und den Dienstleistern.“ Der Landrat verschafft sich regelmäßig vor Ort einen Einblick über digitale Ausrüstung und den Unterricht an den Schulen. Daraus resultiert ein weiteres Interesse:

„Zur Komplettierung der schulischen Ausstattung, insbesondere in den Fachkabinetten, wünschen wir uns zukünftig eine kombinierte Variante von Pylonentafeln und interaktiven Displays.“

Bis Ende 2024 sollen alle Schulen in Trägerschaft des Landkreises digital umgestellt sein. Christian Tylsch: „In Zusammenarbeit mit der KITU gelingt es uns, eine moderne und zugleich homogene Ausstattung der Schulen zu erreichen.“

Birgit Ahlert