Wernigerode ist da, wo du bist!

Wernigerode ist da, wo du bist!

Schönheit und Service – eine kommunale Homepage mit Ausstrahlung

Im Rathaus in Wernigerode wurde kurz vor dem Jahreswechsel die Geburt eines digitalen Babys gefeiert: Mit der am 19. Dezember 2018 freigeschalteten neuen Internetseite www.wernigerode.de zeigt sich die Verwaltung als moderner Dienstleister einer welt-offenen, wirtschaftlich starken und touristisch attraktiven Stadt. „Ich freue mich über den Neustart“, sagte Oberbürgermeister Peter Gaffert und kündigte an, den Service in den nächsten Jahren weiter auszubauen.

„Wir bekommen viel positive Resonanz“, berichtete Projekt-Koordinatorin Petra Bothe, „die Fotos sind sehr ansprechend, unsere neue Homepage ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Seiten werden dank des responsiven Designs automatisch an das jeweilige Endgerät angepasst, sind also auf dem Smartphone oder Tablet ebenso wie am PC gut lesbar. Und die neu integrierte SOLR-Suchfunktion auf der Startseite liefert zu einem Stichwort in Sekundenschnelle alle passenden Beiträge. So finden die Nutzer sehr schnell, was sie suchen.“

„Wir haben viel Zeit und Mühe investiert, und es hat sich gelohnt“, so Peter Gaffert, der dem Redaktionsteam im Rathaus, aber auch den externen „Geburtshelfern“ – Mitarbeitern der Advantic GmbH sowie der KID Magdeburg und der Kommunalen IT-Union – von Herzen dankte. Denn was hier nach straffem Zeitplan geleistet wurde, war nicht nur ein Relaunch, es war ein Abschied von vielem Alten und Gewohnten, es war eine Neuausrichtung mit dem Fokus auf Emotionalität, Übersichtlichkeit und Dienstleistung. „Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt und viel Ballast abgeworfen“, bestätigte Tobias Kascha, Büroleiter des Oberbürgermeisters.

Warum das nötig war? Damit die Bunte Stadt am Harz das, was sie ist, auch ausstrahlt, erklärte der Oberbürgermeister. Wernigerode ist auf vielen Feldern Vorreiter: Mit einer starken regionalen Wirtschaft sowie mit 1,3 Millionen Tagestouristen im Jahr hat die Stadt mit ihren fünf Ortsteilen einen maßgeblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Landkreises Harz. „Wir wollen dieser lebenswerte Wohn- und beliebte Tourismusstandort bleiben. Das geht nur, wenn wir nach vorn schauen, uns entwickeln und klug investieren.“ Die jüngste Auszeichnung mit dem Titel „Wernigerode PEFC – Waldhauptstadt 2019“ für die nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes ist Bestätigung und weiterer Ansporn.

Peter Gaffert, Oberbürgermeister, Wernigerode

Im Blick hat Gaffert insbesondere die Weiterentwicklung des Ortsteils Schierke inklusive Seilbahnbau. Schierke ist ein Ort, der lange Zeit nicht viel mehr als ein Parkplatz für Brockenbesucher gewesen ist. Ein Ort, der sich mit der Schierker Feuerstein Arena, neuen Straßen und Hotelansiedlungen zu einem beliebten Wintersport-Ziel entwickelt hat. So sind die Übernachtungszahlen 2018 um 16 Prozent gestiegen (in Sachsen-Anhalt insgesamt lag der Zuwachs bei einem Prozent). Etwa 200.000 Gäste haben in dem 350 Einwohner zählenden Dorf im vergangenen Jahr übernachtet, das sind etwa so viele wie in der Welterbestadt Quedlinburg. Ein Drittel der Beschäftigungsverhältnisse der Bunten Stadt am Harz hängt vom Tourismus ab. Ausländische Gäste kommen zum Beispiel aus Skandinavien, Asien, Australien und aus den USA. Städtepartnerschaften mit Neustadt an der Weinstraße, Hoi An in Vietnam, Carpi in Italien und Cisnadie in Rumänien werden initiativreich gepflegt.

Ein internationales kulturelles Ereignis, dessen Gastgeber für gewöhnlich Metropolen sind, findet im Zwei-Jahres-Rhythmus in Wernigerode statt: das Johannes-Brahms-Chorfestival mit bis zu 30 teilnehmenden Chören aus aller Welt. Diese Internationalität spiegelt sich nun auch auf der Homepage wider: Beiträge können per Google-Übersetzung in 15 Sprachen gelesen werden, neben Englisch, Italienisch und Französisch unter anderem in Vietnamesisch und Mongolisch, Arabisch, Japanisch, Schwedisch und Dänisch. Auf der Basis ihres iKISS Content-Management-Systems (CMS) hat die Advantic GmbH aus Lübeck die Website nach den Wünschen der Verwaltung entworfen und designt. „Wir haben unser CMS speziell an den Bedürfnissen unserer kommunalen Kunden und an der Komplexität ihrer Verwaltungsarbeit ausgerichtet“, erklärte Advantic-Mitarbeiterin Beate Grohs. In der KITU setzen Advantic und KID, die seit mehr als 15 Jahren eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft pflegen, iKISS-Projekte in Mitglieds-Kommunen gemeinsam um.  „Die Zusammenarbeit ist immer ehrlich und angenehm“, sagte sie, „so macht die Arbeit Spaß und diese Freude überträgt sich auf die Kunden.“

Die Stadtverwaltung Wernigerode habe vom ersten Tag bis zur letzten Sekunde sehr zielorientiert gearbeitet. „Es war ein Sonnenscheinprojekt“, fügte Beate Grohs hinzu. Damit die Verwaltung stets mit den neuesten Tools arbeitet, mit Updates und Upgrades auf dem aktuellen Stand bleibt, wurde ein Wartungs- und Betreuungsvertrag geschlossen. Die KID erbringt in diesem Rahmen den persönlichen Anwendungssupport sowie das sichere und performante Webhosting im zertifizierten Rechenzentrum. Die Arbeitsteilung hat sich bereits in der Landeshauptstadt Magdeburg und bei vielen anderen KITU-Mitgliedern bewährt. „Wir können uns zu 100 Prozent auf die KID verlassen“, betonte Grohs.

Die Wernigeröder teilen diese Begeisterung: Bei der feierlichen Freischaltung der Homepage gab es im Rathaus tosenden Applaus für Nils-Christian Faulhaber, Betreuer Webanwendungen bei der KID. Er hat die Einführung des Systems mit Workshops und Schulungen begleitet. Sprechzeiten wurden angeboten, um den Mitgliedern des Redaktionsteams das Hineindenken in das neue System und den Umgang mit seinen Tools zu erleichtern. Darüber hinaus können auch weiterhin Fragen telefonisch geklärt werden.  „Der Projektablauf war perfekt und reibungslos, die Mitgliedschaft in der KITU hat sich bewährt“, lobte Dietmar Pfohl, Leiter IT im Wernigeröder Rathaus. „Kleine Nachbesserungswünsche werden schnellstens und auf direktem Weg umgesetzt, ohne Hotline, ohne Warteschleifen, ohne umständlichen E-Mail-Verkehr, sondern im persönlichen Kontakt. Das spart viel Kraft und Zeit, man versteht sich sofort“, sagte Pfohl.

„Die KID begleitet ihre Kunden komplett und solange sie das wollen“, erklärte Nils-Christian Faulhaber. Die Zusammenarbeit mit den Wernigerödern hat auch ihm großen Spaß gemacht, nicht nur, weil er selbst viele Jahre in der Stadt gelebt hat. „Es war zu spüren, dass die Leute im Redaktions-Team mit Begeisterung dabei waren. Sie hatten Freude daran, ihre Ideen einzubringen.“ Was KID- und Advantic-Mitarbeiter in diesem Projekt erlebten, ist ein Spiegel des Rathaus-Klimas und des Führungsstils des Oberbürgermeisters. „Peter Gaffert gibt die Richtung vor, auf dem Weg zu den geforderten Ergebnissen schenkt er seinen Mitarbeitern Vertrauen in ihre Kompetenzen und lässt ihnen Freiheiten bei der Umsetzung. So kann sich Kreativität entfalten“, berichtete Büroleiter Tobias Kascha. Dieses Zusammenspiel im Inneren strahlt die Verwaltung mit der neuen Homepage auch nach außen aus und betont ihren Charakter als Dienstleister für Einwohner, Unternehmer und Touristen.

Als einer der modernsten kommunalen Internetauftritte ist die Homepage auch mit den wichtigsten Social-Media-Kanälen verknüpft. Mit einem Klick gelangt der Nutzer von der Startseite auf Wernigerodes Youtube-Kanal, um sich zum Beispiel den hervorragend gelungenen Imagefilm der Stadt oder die Videobotschaften unter der Rubrik „Der Oberbürgermeister informiert“ anzusehen. Schöne Fotos gibt’s auf Instagram, allerneueste Kurz-Infos auf Twitter und der neue Facebook-Auftritt führt nun Informationen und Veranstaltungen verschiedener kommunaler Bereiche auf einer Seite zusammen.

Mit diesem gelungenen Ergebnis legen die Mütter und Väter der Homepage jedoch nicht die Hände in den Schoß: Das Ratsinformationssystem und die 161 Vereine sind in den Internetauftritt der Stadt Wernigerode bereits eingebunden, folgen soll das Intranet der Verwaltung. Außerdem soll der Formularservice in den nächsten ein bis zwei Jahren auf ein neues Niveau gehoben werden. „Wir möchten, dass die Bürger zwar weiterhin ins Rathaus kommen können, aber es immer seltener müssen“, informierte Tobias Kascha. Die Bürger sollen sich nicht nur Online-Formulare herunterladen und sie online ausfüllen können. Auch inhaltliche und rechtliche Fragen zum Thema digitale Unterschrift müssten geklärt werden, damit die Anträge auch online eingereicht werden können. Dieser Prozess bringe Umbrüche in der Verwaltung mit sich. „Das ist ein Weg, den wir gut vorbereiten und auf dem wir die Mitarbeiter mitnehmen müssen.“

bek

Stadt Wernigerode

Ortsteile: Benzingerode, Minsleben, Reddeber, Schierke und Silstedt
Einwohnerzahl: 33.221
(Stand 31.12.2018)
Anzahl Tagestouristen pro Jahr:
ca. 2 Millionen
Übernachtungen pro Jahr:
ca. 1,3 Millionen (Stand 2017)